War es das wert? |

War es das wert?

Es war unglaublich als wir auf über 5000 Metern beim Mount Everest ankamen. Stolz ragte er vor uns in die Höhe. 

So beeindrucken der höchste Berg der Welt bei Tageslicht war, umso schöner musste er bei Sonnenuntergang sein. 

Das Abendessen zog sich etwas länger hin als ich dachte. Aber ich wollte auf keinen Fall den schönsten Moment verpassen, wenn die Sonne hinter dem Giganten untergeht und ihn hoffentlich rot einfärbt.

So schnell werde ich nicht wieder hier sein!

Ich schnappte meine Kamera und eilte raus. Doch von der Strasse aus war die Perspektive nicht gut. Doch vom Hügel aus, von dort wo wir am Nachmittag waren ist die Sicht perfekt. Keine Häuser und nichts im Bild!

Ich rannte förmlich den Hügel hinauf – bei 5000 Höhenmetern nicht ganz ohne! Obwohl ich bereits nach wenigen Metern kurzatmig wurde, eilte ich weiter. Beim perfekten Punkt angekommen, brauchte ich einen Moment, um zu verschnaufen. 

Statt auf meinen Körper zu achten, fokussierte ich mich gleich wieder auf den Everest im Sonnenuntergang. Denn die Spitze war bereits rötlich-golden eingefärbt. Wunderschön!

Die Folgen machten sich schnell bemerkbar…

Zurück in meinem Zimmer fiel mir auf, dass sich meine Finger violettlich verfärbt hatten und auch meine Lippe eher violette als rot war …

Waren das nicht die ersten Anzeichen, dass man zu wenig Sauerstoff hat? 

Ich griff zu der kleinen Sauerstoffflasche, welche wir vorsorglich noch in der Apotheke gekauft hatten. Nach ein paar Atemzügen kam die gewohnte rosige Farbe zurück. Ich war erleichtert!

Doch als ich mich kurz darauf zum Schlafen hinlegte begann alles zu drehen. Nicht gut … Ich lief ganz langsam – denn zu schnelle Bewegungen auf dieser Höhe fördern den Schwindel – zum Zimmer von unserem Guide und mich zu erkundigen, ob das normal sei. 

Er schaute mich mit aufgerissenen Augen an und sagte «take some oxygen». Er hatte eine grosse Sauerstoff-Flasche mitgebracht, mit einem Schlauch für die Nase, wie im Spital.

Mount Everest Sonnenuntergang, Selfecare, Health Coaching

Die Zeichen waren deutlich

Ich lag im Bett angeschlossen an den Sauerstoff und kam mir ziemlich blöd vor! Ich hatte nicht auf meinen Körper gehört, obwohl die Zeichen sehr deutlich waren.Ich hatte sie ignoriert, nur weil ich dieses eine Foto haben wollte. 

Ich frühe jetzt gar nicht weiter aus, wie so etwas ohne den Sauerstoff enden kann. 

Und die Spitze wurde nicht einmal rot. Die Sonne verschwand eher unspektakulär hinter dem Everest.

Es ist wichtig auf seinen Körper zu hören – immer!

Solche Extremsituationen verdeutlichen, wie wichtig es ist auf seinen Körper zu hören und gut auf ihn zu achten. Egal worum es geht, es ist es nicht wert, seine Gesundheit zu beeinträchtigen oder sie gar aufs Spiel zu setzten. 

Auch wenn du in einer «Normalsituation» nicht umgehend irgendwelche Folgen wahrnimmst, heisst es nicht, dass es spurlos an deinem Körper vorbeigeht. Und es ist es definitiv nicht wert, egal worum es geht!

Ein Reminder, den ich nicht so schnell vergessen werde!

War es das wert?

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Lade dir jetzt kostenlos mein persönliches Framework & PDF-Guide herunter und erhalte wöchentliche Inspiration und Angebote in deine Inbox.

So Schaffst du jedes Projekt

Wir sammeln, verwenden und verarbeiten deine Daten entsprechend unserer Datenschutzrichtlinien.

0 Shares
Pin
Share
Email
WhatsApp
%d bloggers like this: