Wieso du nicht die Probleme von anderen lösen solltest – und wie du trotzdem ihr Leben positiv verändern kannst |

Wieso du nicht die Probleme von anderen lösen solltest – und wie du trotzdem ihr Leben positiv verändern kannst

Ich neigten dazu, andere glücklich machen zu wollen, ihnen zu helfen (auch wenn sie keine Hilfe möchten), ihr Leben zu verbessern und ihre Probleme zu lösen.

Ich fühlte mich für das Wohlbefinden von Menschen, die mir nahestehen verantwortlich. Die meisten Frauen neigen dazu. Das muss wohl in unserer DNA liegen 😉 Geht es dir auch so?

Wenn ich sehe, wie sich ein enger Freund, der bereits mit diversen gesundheitlichen Dinge zu kämpfen hat, sich nicht so richtig gesund ernährt und somit seinen Zustand noch fördert, fällt es mir extrem schwer nichts zu sagen und ihm nicht reinzureden. 

Egal was ich sagte, es half nichts

Ich hatte ihm mehrfach Tipps zur Ernährung gegeben. Ihm aufgezeigt, was welchen Einfluss auf seinen Körper hat und wieso es für ihn nicht gut ist.

Aber aus mir unerklärlichen Gründen, wollte er nichts ändern. Irgendetwas schien ihn an der Veränderung zu stressen. Vielleicht … 

  • glaubt er nicht, dass es nicht hilft etwas zu ändern 
  • hat er sich schon so an seine Beschwerden gewöhnt, dass er sich unbewusst ein Leben ohne gar nicht vorstellen kann. Ein chinesisches Sprichwort sagt, bevor du jemanden heilst, frag ihn ob er bereit ist seine Beschwerden loszulassen. 
  • hat er aber auch einfach Angst davor, was andere sagen, wenn er plötzlich viel gesünder lebt.

Was auch immer der Grund war, solange er nicht bereit ist, etwas zu ändern, solange kann ich sagen was ich will. Ich musst lernen loszulassen und mich nicht für seine Gesundheit verantwortlich zu fühlen.

Und dann passierte das Unerwartete!

Ich lebte einfach meinen gesunden, für mich passenden Lebensstil und liess ihn Kommentarlos sein Ding machen. Anfangs, als ich komplett aufhörte Zucker zu essen, machte er sich noch lustig über mich und riss ein paar Sprüche «man könne sich ja auch selber limitieren», «man müsse das Leben doch noch geniessen können», «so schlimm sei jetzt Zucker auch nicht».

Doch plötzlich begann er das Lebensmittel-Etikett zu lesen und stellte fest wie viel Mist in den Produkten drin ist, die er kauft. Er achtete plötzlich darauf, dass er Senf ohne Zucker kauft. Reduzierte die Menge an Süssem, die er ass und noch kochte bewusster.

Nach einem Jahr, am Geburstagsessen von der Frau seines besten Freundes, verkündete er vor seinen engsten Freunden und deren Familien, dass er keinen Kuchen essen, da er keinen Zucker mehr esse.

Ich war positiv geschockt!

Und gleichzeitig mächtig stolz auf ihn – und auch auf mich. 

Ich hätte nie gedacht, dass es jemals soweit kommen würde, auch wenn ich die kleinen positiven Veränderungen im Alltag sah. Ich war so stolz auf ihn, dass er es durchzog und für sich und seine Gesundheit einstand. Und ich war stolz auf mich, dass ich nichts gesagt hatte, nicht versuchte ihn von meinen Ansichten zu überzeugen und ihn nicht ständig belehrte (was nicht immer einfach war ;)) 

Ich war stolz, dass mein Vorleben und die positiven Veränderungen in meinem Leben und meiner Gesundheit ihn dazu brachten, etwas zu ändern.

Niemand will ständig belehrt werden und hören was er alles falsch macht

Aber wenn man ihnen den Raum gibt sich selbst zu sein und in seinem Tempo und auf seine Weise etwas zu verändern, dann passieren Wunder.

Vorleben erzielt langfristige Veränderungen hinter denen der andere stehen kann und die er beibehalten wird.

Don’t fix people, wie man im englischen so treffend sagt. Geh mit guten Beispiel voraus – und spar dir seine Kommentare und Kritik. Auch wenn sie von Herzen kommen und du nur das beste für den anderen möchtest. 

Übernimm nicht die Verantwortung für Dinge, für die du nicht verantwortlich bist, wie die Gesundheit und das Wohlbefinden von anderen.

Ein Reminder den du gerade gut gebrauchen kannst? Teil mir jetzt in den Kommentaren, deine Herausforderung mir «fixing others» mit.

accepting others

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